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Vor einem Jahr startete die Kooperationsinitiative gegen Grenzsituationen bei der Pflege zu Hause – denn Gewalt in der häuslichen Pflege ist nicht außergewöhnlich. Nun wurde Bilanz gezogen.
Gewalt bei der häuslichen Pflege ist nicht selten. Im Extremfall kann es dabei zum Beispiel zu Beschimpfungen, Drohungen, einsperren oder Schlägen kommen. Für die Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern und das Sozialamt war dies im Januar 2010 der Anlass, eine Kooperationsinitiative gegen Gewalt in der häuslichen Pflege zu starten. Nach gut einem Jahr wurde nun Bilanz gezogen.
Nach der Statistik gibt es in Stuttgart etwa 11 000 Pflegebedürftige, von denen rund 4000 in Heimen leben. Darüber hinaus geht man davon aus, dass insgesamt etwa 20 000 Menschen zuhause gepflegt werden. Da sie sich unterhalb der Schwelle der 45-Minuten-Pflege täglich befinden, werden sie von keiner Statistik erfasst. Etwa 80 Prozent dieser Pflegebedürftigen sind Frauen. Und überwiegend sind es auch Frauen, die die Pflege übernehmen: als Töchter, Nichten, Schwiegertöchter oder professionell Pflegende. Häufig sind sie doppelt oder gar dreifach belastet.
Aber seit einigen Jahren nimmt auch der Anteil der pflegenden Söhne zu. Nicht selten entstehen aber Grenzsituationen in der Pflege. Im Extremfall kann es dabei zu Gewalthandlungen kommen, wie zum Beispiel Beschimpfungen, Drohungen, einsperren und schlagen. Gewalt zeigt sich aber auch als Vernachlässigung, als Einschränkung des freien Willens oder als finanzielle Ausbeutung. Sie kann von allen an der Pflege Beteiligten ausgehen. Untersuchungen machen deutlich, dass rund 15 Prozent der Befragten mit Pflege-, Hilfe- oder Unterstützungsbedarf über problematisches Verhalten von Pflege- und Betreuungspersonen berichten.
Gewalt bei der häuslichen Pflege | Südwest Presse Online.
JUMP ist der Jugendsender des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Wir möchten gerne einen Beitrag zum Thema Stalking machen und suchen Stalking-Opfer, die bereit sind, mit uns (auch gerne ohne Name) darüber zu reden.
Die Betroffenen sollten zwischen 18 und 39 Jahre alt sein und aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen kommen.
Es geht uns darum, durch die Erzählung eines/r Betroffenen klar zu machen, was Stalking eigentlich ist, wie es eigentlich anfängt, wie man sich dagegen wehrt, wie man sich überhaupt verhält, wenn einem so etwas passiert, welche Folgen es hat und wo man Hilfe bekommt.
Meldet Euch bitte unter folgender Mailadresse: Andre.Heller@mdr.de
Vielen Dank!
Gertrud K. aus Syke wusste nicht mehr weiter. Die Rentnerin wurde im vergangenen Jahr überfallen. Handtasche weg, Geld weg. Geblieben ist der Schrecken, der bis heute tief sitzt, weiß Werner Käding vom Weißen Ring im Landkreis Diepholz zu berichten. „Für Menschen wie sie sind wir da, leisten immaterielle Erste Hilfe, reden mit ihnen“, betont der Diepholzer Außenstellenleiter. Er und sein Team haben am „Tag der Kriminalitätsopfer“ Bilanz über die Aktivitäten des Vereins gezogen.
Die neun Berater des Weißen Ringes im Kreis arbeiten alle ehrenamtlich und unterstützen die Opfer von Kriminalität, aber auch deren Familien dabei, die Folgen einer Straftat zu bewältigen. „Dabei geht es weniger um diejenigen, die sich etwa beim Autokauf betrogen fühlen, sondern um Menschen, denen beispielsweise Gewalt angetan wurde“, erklärt Käding der „Zuständigkeitsbereich“ seines Vereins. Die Beratungen sind kostenlos und vertraulich. In der Regel erfolgen sie zunächst via Telefon.
„Wir haben im vergangenen Jahr etwa 70 bis 80 Leute unterstützt“, bilanziert Werner Käding. Zwei Drittel von ihnen sind Frauen, lediglich ein Drittel Männer wagen den Griff zum Hörer. Dabei sind Käding zufolge alle Altersstufen dabei.
Bei einigen Personen war intensive Unterstützung nötig, anderen sei bereits mit einem Telefonat geholfen gewesen, erinnert sich der Außenstellenleiter. „Rund drei Mal in der Woche nehmen Opfer zu uns Kontakt auf, die sich auf dieses eine Gespräch beschränken“, so Käding. In schwereren Fällen tritt das Opfer etwa zehnmal im Jahr an den Verein heran, um sich Hilfe zu holen. Die praktischen Hilfen des Teams reichen von Informationen über Beratungsschecks für den Anwalt bis hin zur Begleitung zum Prozess. „Ich habe aber auch schon spontan mein Sofa als Nachtquartier zur Verfügung gestellt, weil ein Mädchen nach Schlägen nicht mehr zurück in ihre Familie wollte“, berichtet Wilfriede Wienberger.
Die Helfer im Hintergrund – Landkreis Diepholz – Lkr. Diepholz – Lokales – Kreiszeitung.
Wie umgehen mit Traumapatienten? Dieser Frage ging der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch des Kreises Heinsberg gestern im Kreishaus nach. Bei der Podiumsdiskussion wurde vor allem eines kritisiert: Zu wenige Stellen, die helfen können.
Ein Trauma entstehe aus einem Ereignis, das weit außerhalb der sonst üblichen Erfahrung eines Menschen liege, erläuterte Referentin Claudia Bredenbeck, leitende Oberärztin des Zentrums für Psychotraumatologie am Alexianer Krankenhaus in Krefeld.
Unfälle, Naturkatastrophen, aber auch gewalttätige und sexuelle Übergriffe auf einen Menschen können dazu führen. Beeinträchtigtes Gedächtnis (“Filmriss”), Angstzustände, Alpträume, Reizbarkeit und emotionale Taubheit seien einige von vielen möglichen Reaktionen.
Erkelenz: Hilfe für Traumapatienten | RP ONLINE.