heine. Wenn die Privatsphäre plötzlich nichts mehr gilt. Wenn jemand hemmungslos eine andere Person belästigt, ihr nachstellt oder immer wieder versucht, Kontakt herzustellen, spricht man landläufig von „Stalking“. „Das Phänomen ist gar nicht so selten“, sagt Frank Drath, speziell geschulter Beamter für den Opferschutz bei der Polizei in Rheine. 152 Fälle weist die Statistik für das Jahr 2009 aus, 2010 waren es 130 Fälle, die in die Statistik der Kreispolizeibehörde in Steinfurt eingeflossen sind. „Und in den ersten vier Monaten dieses Jahres hatten wir 40 Fälle“, fügt Drath hinzu.
Die Aufklärungsquote sei hoch, meint er. „In der Regel geben sich die Täter ja zu erkennen“, meint der Polizist, der sich um sämtliche Opfer von Gewalttaten kümmert, wozu er auch die Stalking-Opfer zählt. „Und das ungewünschte Nachstellen kann sehr unangenehme Folgen haben. Nicht wenige brauchen hinterher psychologische Betreuung, um das Trauma zu verarbeiten“, berichtet Drath aus seiner täglichen Praxis.
Wenn die Privatsphäre plötzlich nichts mehr gilt | Lokales und Nachrichten Rheine – Borkener Zeitung.
