Betroffene sollten Beweise sammeln
Zu spät, findet Dagmar Bethke vom Polizeipräsidium in Kempten. Rüdiger ist zwar nicht real, sondern eine Figur aus einem Film, den Bethke beim Runden Tisch zum Thema «Häusliche Gewalt und Stalking» im Landratsamt in Marktoberdorf zeigt. Aber er ist laut Bethke «ein typischer Stalker». Solchen Stalkern sollten Betroffene klarmachen, dass sie keinen Kontakt wünschen, sie sollten die Anrufe ignorieren, als Beweismittel dokumentieren und sich an Freunde oder Nachbarn als Zeugen sowie an die Polizei und Einrichtungen wie den Weißen Ring wenden.
Apropos Polizei: Wie Bethke betont, kann man Stalking anzeigen. Wirkungsvoll sei auch die sogenannte Gefährderansprache: Die Polizei könne den Verdächtigen aufsuchen oder diesen einbestellen. Zudem kann der Gestalkte ein Kontaktverbot beantragen.
«Der Stalker ist meist der Ex-Partner» | all-in.de – das Allgäu online!.
