Wenn aus heißer Liebe blinder Hass wird
Von Lars Heyltjes, 23.03.11, 07:06h
Im Rheinisch-Bergischen Kreis registrierte die Polizei 2010 insgesamt 136 Anzeigen wegen Stalkings. Die Ermittler vermuten, dass sich der gestiegene Druck ins Private hinein auswirkt. Seit 2007 ist das krankhafte Nachstellen strafbar.
Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt
Anfangs schwebte Martina im siebten Himmel, mittlerweile geht sie durch die Hölle. Nach wenigen Monaten beendete sie die Beziehung. Immer wieder fühlte sie sich von Rolfs Anspruchsdenken überrollt. Ihre besten Freundinnen sah sie nur noch selten, alleine ließ sie Rolf nur selten vor die Türe. „Neue Liebe“ und „neues Leben“ passten, doch die Natur der Liebe war nicht die, die Jürgen Marcus meinte und sich Martina erhofft hatte.
Nach der Trennung begann es mit harmlosen Kurznachrichten auf dem Mobiltelefon. „Verzeih’ mir“, entschuldigte sich Rolf. Martina antwortete ablehnend. Plötzlich nahm die Zahl der E-Mails zu, der Inhalt wurde zunehmden schärfer. Dann klickte sie einen Link an und fand private Fotos von sich in kompromittierender Form im Internet. Spätestens jetzt registrierte Martina, das sie das Opfer eines Stalkers (englisch für „Nachsteller“) geworden war.
Wenn aus heißer Liebe blinder Hass wird – Kölnische Rundschau.
