Das Team, dem der Kinderschutzbund, das Frauenhaus Schaumburg der Awo, das Mädchen- und Frauenberatungszentrum Basta, das Kreisjugendamt und die Polizei angehören, widmet sich einem lange Zeit wenig beachteten Problem.
Im Fokus stehen Kinder und Jugendliche, die nach Ansicht der beteiligten Institutionen jahrelang aus dem Blickfeld geraten sind. Polizei, Ämter und Einrichtungen hätten sich nach Gewalttaten oft auf den Konflikt der Partner beschränkt. „Die Frage, was mit den Kindern ist, trat oft in den Hintergrund“, so Bad Nenndorfs Polizei-Chef Michael-Andreas Meier.
Die betroffenen Mädchen und Jungen können ihre Erfahrungen nur sehr schwer allein verarbeiten. Verschlossenheit, aber auch Gewaltbereitschaft seien oft die Folge. An ihre Lehrer wenden sich die betroffenen Schüler selten, weil sie sich nicht trauen, so etwas offen auszusprechen. Schließlich bleibt das Leiden der Kinder unbemerkt.
Um die Menschen zu sensibilisieren, hat die Arbeitsgruppe erstmals eine landesweite Ausstellung nach Schaumburg geholt, die sich mit dieser Thematik beschäftigt. Sie wollen damit vor allem Schüler und Lehrer ansprechen, aber auch Jugendbetreuer, Gruppenleiter und Trainer, die mit Kindern arbeiten. Sie sollen solche Situationen erkennen.
