«Ich stehe für den Neuanfang»
Der Geschäftsführer des Kinderschutzbunds spricht über die Krise des vergangenen Jahres und die Zukunft
Das Jahr 2010 war schwer für den Frankfurter Kinderschutzbund. Der Verein trennte sich vom Geschäftsführer Florian Lindemann, weil sich dieser ungeschickt über die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule geäußert hatte, außerdem traten mehrere Vorstandsmitglieder zurück. Der neue Geschäftsführer Stefan Schäfer soll den Kinderschutzbund in ruhigeres Fahrwasser bringen. Mit Redakteur Christian Scheh sprach er über die Perspektiven für die Zukunft.
Die Trennung von Geschäftsführer Florian Lindemann sorgte vergangenes Jahr für Ärger. Wie war die Stimmung, als Sie Anfang Januar seine Nachfolge antraten?
STEFAN SCHÄFER: Die Stimmung war gut, ich hatte nicht den Eindruck, dass von dem Konflikt im vergangenen Jahr etwas nachwirkte. Stattdessen traf ich auf ein souveränes Team von Mitarbeitern, das alles gut aufgearbeitet hatte. Man kann aus heutiger Sicht getrost sagen, dass der Konflikt beigelegt ist.
Was heißt das konkret? Herr Lindemann hatte ja arbeitsgerichtlich gegen die Kündigung vorgehen wollen. . .
SCHÄFER: Der Kinderschutzbund hat sich außergerichtlich mit Herrn Lindemann geeinigt, außerdem gab es Anfang Dezember eine offizielle Abschiedsveranstaltung. Das Verhältnis zum früheren Geschäftsführer ist also geklärt. Auf dem Neujahrsempfang des Ortsbeirats 3 habe ich ihn zum ersten Mal selbst getroffen und ein paar Worte mit ihm gewechselt. Das lief unkompliziert ab, wir haben ja auch keine gemeinsame Geschichte.
«Ich stehe für den Neuanfang» | Frankfurt – Frankfurter Neue Presse – Frankfurt.
